Training für Erwachsene mit ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist längst kein Phänomen mehr, das sich ausschließlich auf Kinder und Jugendliche beschränkt. Vielmehr werden die Auswirkungen dieser Beeinträchtigung auch bei Erwachsenen  beobachtet. Es wird festgestellt, dass sich die Störung langfristig auswirkt und dass sie sich auch in späteren Lebensabschnitten noch in mangelnder Konzentrationsfähigkeit, impulsivem Verhalten und starker innerlicher Unruhe äußert.

Als junge Erwachsene zeichnen sich die Betroffenen durch eine gewisse Struktur- und Planlosigkeit, durch unstetiges Vorgehen, Ziellosigkeit in der Lebensführung und durch weitreichende Anpassungsschwierigkeiten beispielsweise im Studium oder im Umgang mit Freunden aus. Schwierigkeiten mit der Herkunftsfamilie, Entscheidungsschwächen bzw. das Fällen von abrupten Entscheidungen sind ebenfalls häufig.

Die Folge sind oft schwierige Lebensumstände, die sich auch im Studium negativ auswirken. Beispielsweise lässt das Studierverhalten zu wünschen übrig, es mangelt an Selbstdisziplin oder Studienwünsche wechseln abrupt. Oft stellen sich auch zusätzliche Probleme wie soziale Isolation oder eine insgesamt ungute Lebensführung (z. B. Probleme mit Essen, Alkohol, Drogen) ein. An den Hochschulen wird diese Problematik zunehmend erkannt. Immer mehr Universitäten bieten deshalb den Studierenden, die zu diesem Personenkreis gehören Kurse an, von denen man sich Abhilfe erhofft.